Umbau geplant, viele Fragen offen. Unsere Anfrage zeigt: Es gibt Fortschritte – aber auch Defizite.
Das Haus der Nachbarschaft (HdN) in Hangelar soll für die Nutzung der Übermittagsbetreuung umgebaut werden. Von Anfang an haben wir GRÜNE dabei genau hingeschaut – und früh nachgefragt, auch bei der Toilettensituation für Grundschulkinder. Denn gerade solche Details entscheiden darüber, ob Räume wirklich kindgerecht sind.
Der bisherige Träger, die Jugendfarm Bonn e. V., übernimmt weiterhin die Betreuung. Die Kinder werden von Mitarbeiter*innen nach Unterrichtsschluss abgeholt und gemeinsam ins HdN begleitet. Die Eltern holen die Kinder im Anschluss am HdN ab.
Im Rahmen der Übermittagsbetreuung ist kein Mittagessen vorgesehen. Für Familien ist damit zu klären, wie die Verpflegung während der Betreuungszeit organisiert wird.
Im HdN steht ein großer Saal zur Verfügung. Dort haben die Kinder Platz für Bewegung. Welche Ausstattung kommt, hängt noch von den Bedarfen ab, die der Träger meldet. Die Stadt will Material bereitstellen.
Bei den Toiletten zeigt sich ein weiteres Problem deutlich. Die bestehenden Anlagen werden zwar erneuert, aber nicht grundsätzlich an die Größe von Grundschulkindern angepasst. Genau hier haben wir von Anfang an nachgefragt. Eine wirklich kindgerechte Lösung steht noch aus. Die Verwaltung will prüfen,ob zumindest ein Waschbecken und ein Urinal tiefer und somit kindgerechter angebracht werden kann. Das ist u.E. zu wenig.
Auch beim Außengelände bleibt es bei einer kleinen Lösung, was insbesondere in den Sommermonaten problematisch ist. Der Eingangsbereich zum HdN soll für die ÜMI nutzbar werden. Für Kinder mit viel Bewegungsdrang ist das aber nur eine kleine Fläche Der Parkplatz wird nicht einbezogen. Fragen zu Garderoben und Brandschutz prüft die Verwaltung noch.
Unser Fazit: Unsere Anfrage schafft mehr Klarheit. Gleichzeitig zeigt sie, wo es noch hakt. Das HdN kann nur eine Zwischenlösung sein. Hangelar braucht eine dauerhafte Lösung mit genug Platz und guten Bedingungen für Kinder.