Frische Luft für Sankt Augustin

Der Klimawandel hinterlässt auch in Sankt Augustin seine Spuren, besonders deutlich in diesem Sommer. Für das zukünftige Handeln gilt, alle Mittel zu ergreifen, um diese Entwicklungen abzuschwächen. Zugleich müssen die Lebensbedingungen so gestaltet werden, dass die Auswirkungen dieser Klimaentwicklungen für die Bevölkerung so weit wie möglich abgemildert werden.

Unsere Frischluft kommt aus den höher gelegenen Waldgebieten des Pleiser Hügellands. Von dort aus fließt die schwerere kühle Luft mit dem Geländegefälle in die Sankt Augustiner Ebene und kann den Hitzestau dort verdrängen.

Im Wald liegen bei Hitzelagen die Temperaturen um einige Grade niedriger als auf Freiflächen oder versiegelten Flächen. Dabei ist der Effekt bei Laubbäumen ausgeprägter als bei Nadelgehölzen. Mischwälder haben bessere Überlebenschancen. Die Waldböden erhitzen sich weniger stark als die Freiflächen, die auch in den Nächten ihre tagsüber gespeicherte Wärme abgeben. Insbesondere Bauwerke und Straßen heizen sich stark auf. Selbst in den Nächten wirken dann diese Flächen wie Heizungen.

Entlastung von Hitzestau können im Siedlungsbereich auch Grünflächen und Bäume bringen. Dies sind jedoch zumeist begrenzte Einzelwirkungen, die den lokalen Luftaustausch in das Stadtgebiet nicht ersetzen können. Diese Aspekte sollten bei der ökologisch nachhaltigen Stadtplanung unbedingt beachtet werden.