Mehr Schulplätze für Sankt Augustiner Viertklässler/-innen

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Im Schulausschuss wurde Mitte September beraten und am 26.09.2024 im Stadtrat beschlossen, wie mit der steigenden Anzahl an Grundschülerinnen und Grundschülern umgegangen werden soll, die ab 2025 in die Sekundarstufe wechseln werden.

Für Schülerinnen und Schüler, die den Wunsch haben, auf ein Gymnasium zu wechseln bieten sich in Sankt Augustin das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG), das Rhein-Sieg Gymnasium (RSG) und die Gesamtschule an, die ebenfalls eine gymnasiale Schulbildung bis zum Abitur anbietet.


Die Erfahrung zeigt, dass besonders das Rhein-Sieg-Gymnasium mehr Anmeldungen bekommt, als es Plätze gibt, sodass es jedes Jahr zu Ablehnungen kommen musste. Aufgrund des guten Rufes, der guten Erreichbarkeit mit ÖPNV und da es kein städtisches gymnasiales Angebot im rechtsrheinischen Bonn gibt, wurden auch immer viele Bonner Kinder hier angemeldet, was zu Ablehnungen von Bewerberinnen und Bewerbern aus Sankt Augustin führte.


Dieser Situation wollte die Stadtverwaltung begegnen und hat dem Schulausschuss mehrere Vorschläge zur Beratung vorgelegt:
1. Die Erweiterung auf eine Fünfzügigkeit am Rhein-Sieg-Gymnasium wird um ein Jahr auf 2025 vorgezogen.
2. Die reguläre Anmeldefrist endet gleichzeitig mit den umliegenden Kommunen.
3. Kinder aus anderen Kommunen inklusive Bonn erhalten in Sankt Augustin nur einen Gymnasial-Platz, wenn sich kein Sankt Augustiner Kind darauf bewirbt.


Insbesondere der dritte Punkt wurde emotional im Sankt Augustiner und Bonner Stadtgebiet aufgenommen. Schülervertreter des RSG und AEG sprachen im Schulausschuss und erklärten, dass man sich keine Trennung unter Freunden und Geschwistern wünsche. Der Einsatz der Sprecher wurde seitens der Politik gelobt und betont, dass man die Bedenken ernst nimmt. Die Entscheidung im Schulausschuss fiel dann doch aus Sankt Augustiner Perspektive: Kinder aus unserer Stadt, die hier zur Schule gehen wollen, sollen auch einen Platz bekommen und nicht in Nachbarkommunen ausweichen müssen, da sie dort im Losverfahren gegen Bonner verloren haben. Denn die Nachbarstädte wenden diese Regelung schon seit Jahren an. Vor allem: Weiterhin können mit der neuen Regelung Bonner Kinder an Sankt Augustiner Gymnasien aufgenommen werden, und zwar wenn die fünften Klassen nicht komplett mit Sankt Augustiner Kindern belegt werden. Und dass dies so kommt, ist durch die Erweiterung des RSG auf eine Fünfzügigkeit sehr wahrscheinlich.


Zur Unterstützung der Gesamtschule wurde durch einen Zusatzantrag der Kooperation aus SPD / Grünen / FDP auch noch beschlossen, dass das Anmeldeverfahren dort vorgezogen wird, sodass die Gesamtschule frühzeitig die Chance hat, ihre Schulplätze in vorgesehener Verteilung (Leistungsniveau Hauptschule / Realschule / Gymnasium) zu besetzen.

„Im besten Fall wird niemand unter diesen Regelungen leiden, da es am AEG regelmäßig keinen Anmeldeüberhang gibt, also Bonner dort wie bisher Plätze bekommen können und am RSG so viele Plätze frei werden, dass auf Geschwisterkinder aus Bonn Rücksicht genommen werden kann.“

Ria Roth, Ratsmitglied der GRÜNEN und Mitglied des Schulausschusses