Standort „Butterberg“ – Entwicklung mit den richtigen Leitplanken

Butterberg

Seit Jahrzehnten ist beschlossen, das Gebiet Butterberg (am Kreisverkehr zum Freibad) mit den Nutzungs-Titeln „Gesundheit, Bildung, Forschung, Lehre“ mit Leben zu füllen. Es ergibt sich für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans mit der Ansiedlungs-Ankündigung der DLR(Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) für einige Teilflächen des Gelände seine konkrete, für den Hochschulstandort Sankt Augustin relevante Nutzungsperspektive. Zudem sollen auch weitere Interessenten „vor der Tür“ stehen, die sich der Initialzündung DLR anschließen möchten.

Das erzeugt nun einen gewissen Zeitdruck für die Entscheidungen über den Bebauungsplan, der angesichts der kurzen Zeitspanne für die Durcharbeitung der umfangreichen Unterlagen (wie die zahlreichen Fachgutachten) nicht auf Freude bei der (ehrenamtlich engagierten) Politikstoßen konnte.

Dennoch zeigen aus der Sicht der GRÜNEN im Rat der Stadt Sankt Augustin die bisher geleisteten Vorarbeiten zu den für die spezifischen Nutzungen des Areals und die klimatechnischen Erfordernisse relevanten Rahmenbedingungen, dass sich bei der Gestaltung solcher großen Vorhaben eine Menge getan hat. Das ist ein Verdienst der Kooperation aus SPD, GRÜNEN und FDP. Schließlich wurden direkt zu Beginn der Planungen durch einen beschlossenen Antrag mehrere Leitplanken aufgestellt, die eine ökologische und nachhaltige Gebietsentwicklung sicherstellen.

Entsprechend begrüßen die GRÜNEN die Umsetzung der Leitplanken, wie die wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch kühlende Wasserteiche, weiträumige Wasserversickerung sowie umfangreiche Maßnahmen zur Rückhaltung von Niederschlägen in Dach- und Fassadenbegrünungen. Diese leisten ebenso wie die Grünflächen, der Erhalt der das Gelände kreuzenden Baumallee sowie neue Baumpflanzungen einen wichtigen klein klimatischen Beitrag im Sinne von Maßnahmen gegen den Klimawandel. Erstmals werden die Ergebnisse und Empfehlungen eines klimatechnischen Gutachtens in die Arbeit einbezogen. So ist in Teilen die Ausrichtung der Baukörper orientiert an den Frischlufteingängen verändert worden. Und auch zum ersten Mal wird die Nutzung von helleren Farbenbei den Baustoffen, Fassaden und den Verkehrsflächen empfohlen und einbezogen. Einer Verteilung von Parkplätzen über das Gelände wurde mit einem konstruktiven Mobilitätskonzept und einer zentralen Mobilitätsstation Rechnung getragen, die auf Druck der Kooperation aus GRÜNEN, FDP und SPD an den Eingang des Gebietes gelegt wurde.  Verankert wurde, dass die Größe der Mobilstation abhängig vom konkret nachzuweisenden Bedarf umgesetzt werden wird. Das soll durch die Zuständigkeit der Stadt für dieses Objektgewährleistet werden. Da dafür ein Investor und Betreiber zu suchen ist, kann die Stadt allerdings nicht gänzlich ausschließen, dass im „Worst Case“ ihr diese Verantwortlichkeiten auf die Füße fallen könnten.

Fazit: Mit dem Bebauungsplan „Butterberg“ geht die Stadt im Planverfahren wichtige Schritte weiter. Schon jetzt sind elementar wichtige Vorentscheidungen und Rahmenbedingungen im Sinne einer insgesamt nachhaltigen Entwicklung festgeschrieben worden!