„Berliner Siedlung“ in Sankt Augustin Ort:Ein Vorzeigeprojekt auf dem Weg zur Klimasiedlung Plus

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Stellen Sie sich in Sankt Augustin ein Wohnquartier vor, das nicht nur ein Zuhause für ca. 1.000 Personen bietet, sondern gleichzeitig in naher Zukunft aktiv zur Energiewende beiträgt. Genau das ist die Vision für die Berliner Siedlung in Sankt Augustin.Seit 2016 wird hier unter Beteiligung verschiedener städtischer Fachbereiche und externer Partner mit Nachdruck daran gearbeitet, die Klimabilanz und die Wohnqualität zu optimieren. Die Stadt hatte das geförderte Projekt „KlimaSiedlungenPlus“ aufgesetzt. Die GRÜNEN im Rat haben dies von Beginn an unterstützt. Die Berliner Siedlung soll mit innovativen Technologien, cleveren Konzepten und einer Gemeinschaft, die sich für eine nachhaltige Zukunft starkmacht, weiterentwickelt werden. Doch wie gelingt es, ein altes bestehendes Quartier zu einer Klimasiedlung Plus zu transformieren?

Ein Quartier mit Geschichte und Zukunft
Die Berliner Siedlung wurde in der Zeit zwischen 1966 und 1971 erbaut, zu einer Zeit, in der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit noch kein großes Thema war. Doch Zeiten ändern sich. In Zukunft soll die Berliner Siedlung beispielhaft für den Wandel durch verschiedene Maßnahmen zu einer klimaschonenden, ressourcenschonenden und modernen Wohnanlage saniert werden. Hierzu gehören nicht nur die Verbesserung der Energiebilanz durch moderne Wärmedämmung, den Austausch alter Heizsysteme und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, sondern auch die Gestaltung des Wohnumfeldes mit verbesserten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Hauptakteur für all diese Maßnahmen ist die GWG (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für den Rhein-Sieg-Kreis), die in diesem Gebiet einen Bestand von 56 Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 324 Wohneinheiten hat.
Aber nicht nur Stadt und GWG sind hier aktiv, auch die Bewohnerinnen und Bewohner sind bei dieser Maßnahme durch Beratung, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit einbezogen. Aktuell beteiligen sich sogar einige Menschen an der Bewirtschaftung eines Hoch- und Gemüsebeetes. So fördert die Vision einer klimafreundlichen Siedlung nebenbei auch das Bewusstsein für gemeinschaftliches Wohnen.

Gemeinsam in eine grüne Zukunft
In verschiedenen Ausschuss-Sitzungen der vergangenen Jahre wurde aufgezeigt, dass es durchaus einen Weg in eine klimafreundliche Zukunft gibt, vor allem durch den Einsatz von Dämmung, effizienten Heizungen und Solarpaneelen. Hierdurch werden nach einschlägigen Prognosen in dieser Siedlung mehr als 600 t CO² eingespart. Und jede eingesparte Kilowattstunde ist letztlich auch eingespartes Geld im Budget der Bewohnerinnen und Bewohner. Die GRÜNEN setzen sich dafür ein, solche Maßnahmen in weiteren Siedlungen gezielt anzugehen.

Es wäre gut, wenn die Berliner Siedlung nur der Anfang einer Entwicklung für mehr Klimaschutz in unserer Stadt ist.

Ortsvorsteher Günter Piéla (GRÜNE)