Neue A 59 – Brücke über die Sieg soll Fuß-/Radweg erhalten

Bruecke Sieg A59 scaled

Die Autobahn GmbH des Bundes plant derzeit einen Neubau der A 59 – Brücke über die Sieg zwischen Sankt Augustin und Troisdorf. Die Planung rührt zwar vom geplanten dreispurigen Ausbau der Autobahn her, aber wegen des hohen Alters der Brücke von ca. 50 Jahren kann es gut sein, dass sie sowieso wird neugebaut werden müssen. Wann dies geschieht, ist gleichwohl natürlich noch offen, bis dahin wird es noch einige Jahre dauern. Aktuell gibt es an der Brücke keinen Fuß-/Radweg.

Die Kooperation aus SPD, GRÜNEN und FDP im Sankt Augustiner Stadtrat setzt sich nun in einem Antrag dafür ein, dass bei einem Neubau die A 59 – Brücke auch einen Fuß-/Radweg erhält. Dieser könnte für die Kommunen sogar kostenlos sein, wenn ein Betriebsweg dafür entsprechend hergerichtet wird. Die Stadt Sankt Augustin soll die Notwendigkeit für einen Fuß-/Radweg gegenüber der Autobahn GmbH darlegen und dazu auch Kontakt mit der Stadt Troisdorf und dem Rhein-Sieg-Kreis aufnehmen.

Martin Metz, GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender und Ortsvorsteher von Meindorf:
„Meint man Klimaschutz und Verkehrswende ernst, dann darf eine Autobahnbrücke nicht ohne Radweg neu gebaut werden. Gerade die Verbindung zwischen Meindorf und Sieglar/Eschmar/Kriegsdorf würde so deutlich verbessert.“

Sascha Bäsch, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
„Der Nutzen eines Fuß-/Radwegs an einer neuen Autobahnbrücke wäre groß. So wäre beispielsweise aus Meindorf das Berufskolleg in Sieglar mit dem Fahrrad deutlich besser zu erreichen, oder umgekehrt aus Troisdorf auch Arbeitsplätze im Gewerbegebiet Menden. Zudem würden auch Freizeitverkehre profitieren.”

Karl-Heinz Schütze, FDP
„Nimmt der Bund Geld in die Hand, um eine alte Autobahnbrücke neu zu bauen, dann ist es nur effizient, wenn man auch für Fuß- und Radverkehr direkt mit plant. Damit das gelingt, melden wir frühzeitig unsere Interessen an. Wir haben die Hoffnung, dass hier eine Verbesserung für umweltfreundliche Mobilität möglich ist, ohne die kommunalen Kassen stark zu belasten.“